Tiefe Hirnstimulation
Seit 2006 gehört die tiefe Hirnstimulation bei Morbus Parkinson, Essentiellem Tremor, Dystonie und chronisch neuropathischen Schmerzsyndromen zum Therapiespektrum des Kantonsspitals St.Gallen.
Wenn die medikamentöse Behandlung zu ineffektiv oder von schweren Nebenwirkungen behaftet war, kann die stereotaktische Implantation von Hirnelektroden in Erwägung gezogen werden.

Bei der tiefen Hirnstimulation werden elektrische Stimulationen über genau definierte Hirnstrukturen vorgenommen. Stereotaktisch eingeführte Elektroden sind mit einem voll implantierbaren Impulsgenerator verbunden. Die Stimulationsparameter können nach der Implantation telemetrisch verändert werden, um bei fortschreitender Grundkrankheit die Wirksamkeit der Therapie zu erhöhen oder Nebenwirkungen zu reduzieren. Sind die Elektroden korrekt platziert, können die Hauptsymptome des Morbus Parkinson (Zittern, Muskelsteifheit und Haltungsinstabilität) wirkungsvoll unterdrückt werden. Patienten mit Essentiellem Tremor, schwerer Dystonie und chronisch neuropathischen Schmerzen können auf die gleiche Weise behandelt werden.

Für die Implantation der Elektroden stehen in Abhängigkeit von den klinischen Symptomen der Patienten verschiedene Zielpunkte zur Verfügung:
- Nucleus subthalamicus
- Globus pallidus internus
- Sensorischer Thalamus
- Periventrikuläres Grau




